Tausend Jahre Coronny

Die vierte Welle hat mich mit voller Wucht erfasst, ihr Name ist Faulheit und mit der ist nun wirklich nicht zu spaßen. Daher gibt es hier und heute nur ein paar hastig herbeizitierte Schnipsel. Neuer hotter Superspreader-Content folgt dann wieder im Dezember, versprochen. Bleiben Sie geschlumpft!


Eine Impfung, umständehalber überstürzt entwickelt und nie adäquat erprobt, die weder die theoretisch längst erreichte Herdenimmunität noch auch nur annähernd den versprochenen Grad individuellen Schutzes bietet. Eine Impfung, die häufige und nach zahlreichen Berichten bisweilen lebensbedrohliche bis tödliche Nebenwirkungen zeitigt. Eine Impfung, für deren gesundheitsgefährdende Folgen die produzierenden Pharmakonzerne wohlweißlich jede Haftung in den Verträgen ausgeschlossen haben. Eine Impfung, der Geimpfte trotzdem religiös vertrauen und die sie als persönlichen Rechtschaffenheits-Ausweis ansehen, sich trotz Doppelimpfung anschließend zu Tausenden infizieren, obwohl sie in ihren Clubs und Stadien und Kneipen und demnächst Büros ganz unter sich bleiben, um dann andere Durchgeimpfte nicht selten trotzdem schwerkrank werden zu sehen und sich zur Vorsorge gegen dieses Risiko als nächstes „boostern“ zu lassen und trotz alledem zu sagen: Die Ungeimpften sind die Irren. Es ist ein hochneurotisches Kollektivverhalten, manifestiert als Projektion. Dieses Land ist ernsthaft krank. Seriously unwell. Bloß anders, als es denkt.

Zitat: Schon wieder der Driesen (guter Mann)

Aktuelle Bestandsaufnahme im Deutschen Spritzenmassaker: Nach Bratwürsten, Gratis-Puff-Besuchen sowie der Androhung von Freiheitsentzug wurde nun die finale Stimulations-Rakete gezündet: Hazel Brugger und Natalia Wörner wollen nicht mehr mit Ungeimpften Kaffee trinken. Der Endsieg ist nah! Auch wichtig: Impfverweigerer wählen mehrheitlich die AfD. Eine Studie der sozialwissenschaftlichen Fakultät an der Uni Sindelfingen hat das einwandfrei erwiesen. Auf diesem Niveau sind wir also angekommen. Im Umkehrschluss braucht die AfD nächste Woche eigentlich nur noch öffentlich verkünden, dass die Erde eine Kugel sei, um alle aufrecht durchgeboosterten Demokraten ausrufen zu lassen: Nein, die Erde ist eine Scheibe! Kein Fußbreit den Faschisten! Deutschland als Monty-Python-Sketch, Mission accomplished.

Achtung: Diesen QR-Code bitte immer mitführen und nach Aufforderung vorzeigen:

Eigenlob ist aktive Care-Arbeit in Zeiten der Seuche. In diesem Sinne: Die Highlights aus tausend Jahren Frontberichterstattung:

Schwere Zeiten (auf Wiedervorlage)

Liebe Lesende, werte Darbende, folgendes Geständnis wird Sie vielleicht nicht besonders überraschen: Ich habe noch nie eine Folge von Game Of Thrones gesehen. Ein Zitat daraus ist mir trotzdem geläufig: „Winter is coming!“ Traditionell gilt ja der November als die härteste Nuss im Kalender (trübes Wetter, hustende Menschen, erhöhte Selbstmordraten), aber auch der Dezember hat neben all dem Advents- und Weihnachtskitsch reichlich düstere Gedanken zu bieten. Die Populärkultur liefert dazu einige Beispiele. Was will ich Ihnen damit sagen? Stellen Sie sich bitte auf schwere, ja möglicherweise sehr schwere Zeiten ein. Auf einen schweren November, einen harten Dezember und auf bleierne Ostern! Von dem darauffolgenden mörderischen Sommer ganz zu schweigen. Natürlich nur, sofern Sie von den zuständigen öffentlichen Orakeln nicht längst auf Dauerschwere eingeschworen worden sind. Und sofern Sie nicht Michelle Hunziker heißen, denn dann haben Sie das Schwerste ja schon hinter sich. Inspiriert wurde ich zu dieser eindrücklichen Warnung durch Schwester Spahn, Mutti Merkel und den Kollegen Driesen. Ehre, wem Ehre gebührt.

Three big fat bowls of Bullshit

Wie die Marketingabteilung von Pfizer und Biontech (a.k.a. Leitmedien) und deren glückliche Kunden für mich mittlerweile klingen:

Impfi, impfi, impfi! Du auch impfi? Warum du nix impfi? Impfi gut. Alle impfi machen. Du auch impfi machen! Ohne impfi nix Arbeit. Warum du nix impfi machen? Impfi auch gut für Happa-Happa machen. Alle machen impfi. Du jetzt impfi machen! Mache alle impfi-impfi! Wenn du nix impfi machen, mein impfi nix gut! Nur gut wenn du impfi machen. Gucke tote Oma! Tote Oma mit Doppel impfi, aber nix gut, weil du nix impfi! Du töten Oma. Mache impfi impfi impfi jetzt!

Wie ich für die klinge:


In other News: Der fette Youtube-Drachenlord Rainer Winkler ist doch tatsächlich zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Weil sie ihn so lange genervt haben, bis er sich mal gewehrt hat. Tja.

Impf-Uschi 3000: Das letzte Gefecht

Als Gesellschaftsreporter der Herzen komme ich derzeit kaum zur Ruhe. Während der wiehernde Joko noch Schokoladentafeln für Afrika verhökert (siehe letzten Beitrag), werden gestandenere Promis jetzt im Namen der Volksgesundheit an die finale Front bestellt. Seit Tagen rumort es bereits im Netz: Die #Impfluencer kommen! Denn jetzt geht es um alles: Durchimpfen, Wegimpfen, Abspritzen – wer hat noch nicht, wer will noch mal? Was viele, vor allem jüngere Vakzinierungs-Enthusiasten wahrscheinlich nicht wissen: Uschi Glas krempelt bereits seit 1968 die Ärmel hoch. Auf dem unten abgebildeten Archivfoto sehen wir sie, vorbildlich armfrei, wie sie einen jungen Querdenker im einfühlsamen Gespräch zur Vernunft bringt. Überzeugungsarbeit fängt immer an der Basis an, Genossinnen und Genossen!

P.S: Sollte es Ihnen in der Warteschlange Ihrer lokalen Spritzen-Station zu langweilig werden, so greifen Sie bitte zum neuesten Bestseller aus dem Giftregal!

Ein Stern in dunkler Nacht

Nach „Trump ist Hitler“, „Greta ist Gott“, „Warum das Internet uns alle anlügt“ und den „zehn wichtigsten Yoga-Übungen gegen Analkrebs“ läuft die STERN-Redaktion zum Jahresende noch einmal zur Höchstform auf und beweist mit ihrem aktuellen Titel, dass sie in Sachen Gesinnungskitsch in Deutschland auch weiterhin die Nase vorn hat. Lesen Sie in der neuen Ausgabe also, wie das Christkind die Firma Pfizer segnete, mit welcher antibakteriellen Seife Maria Magdalena die Füße von Dr. Drosten wäscht und warum Moses sich das Kanzleramt zutraut.

Liebe Leser, liebe Gemeinde, sehr verehrte Schafe und Nächstenliebende, ich möchte an dieser Stelle meine Musik-Tipps vom letzten Dezember wiederholen und noch um diese eine Perle ergänzen. Gesegnete Dröhnung!

Weltpolizei

„Du hast noch nichts geschrieben!“ belehrt mich WordPress per nervigem Popup-Fenster, weil ich nun schon seit zwei Minuten untätig auf den Text-Editor starre. Worüber soll ich auch schreiben? Über Rassismus? Ich auch noch? Wurde das Thema in den letzten Tagen noch nicht ausreichend weichpüriert? Ist irgendwer noch nicht weich? Püriert, gerührt, aufgelöst, betroffen und plattgewalzt von den Bildern und dem Getöse? Ich bin jedenfalls taub. Vor allem jenen meiner Mitmenschen gegenüber, die mir seit Jahren mit der immer gleichen Litanei über ihren Lieblingsfeind, den bösen Imperialismus in den Ohren liegen. Sie jammern über die Globalisierung und über die USA, die sich als Weltpolizei aufspielt und sich in die Angelegenheiten anderer Länder einmischt. Sehr verwerflich finden sie das. Das sind übrigens oft die selben Mitmenschen, die gerne von Deutschland aus per iPhone den Amerikanern und dem Rest der Welt erklären, wen sie gefälligst zu wählen haben, die jeden Social-Justice-Trend und -Hashtag aus Übersee unkritisch kopieren, schuldbewusst der Antifa hinterherlaufen und die dann auch noch „Black Lives Matter“ auf dem Alexanderplatz nachspielen. Der Narzissmus der vermeintlich guten Sache kennt keine Grenzen, der Irrsinn kein Maß. Um das, was tatsächlich passiert, geht es längst nicht mehr, auch nicht um den armen George Floyd. Im Laufe der Proteste gegen dessen gewaltsamen Tod sind in den USA mittlerweile schon 20 weitere Menschen ums Leben gekommen – Kollateralschäden im Kampf um gefühlte Wahrheiten und symbolträchtige Bilder, von denen sich auch die Cosplay-Aktivisten hierzulande berauschen lassen. Sie lassen sich einspannen, immer wieder, und finden nichts verwerfliches daran. Sind ja auf der guten Seite.

Wie war das noch vor einigen Jahren, als ein japanischer Tsunami zu einer Wende der deutschen Atompolitik geführt hat? Fukushima ist Berlin und Berlin ist Minneapolis. Welt am Draht, Welt am Limit. Und die neue Weltpolizei versorgt sich ständig mit frischer globalisierter Hysterie. Alle sind ständig und überall mitbetroffen, alle sind unterdrückt, alles ist ungerecht und alles hängt mit allem zusammen. Paranoid und populistisch sind aber natürlich immer nur die anderen.

Die Sonne und du

„Vom Ich zum Wir“ – das kenne ich noch als Einpeitsch-Mantra aus dem realsozialistischen Schulunterricht: Du bist nichts, das Kollektiv ist alles. Seitdem versuche ich konsequent das Gegenteil zu leben. Nur um jetzt wieder mit dieser kollektivistischen #irgendwasmitwir-Scheiße zugedröhnt zu werden. Und jetzt alle: #wirbleibenzuhause! Ja, macht mal. Bleibt zuhause. Und wenn ihr schon dabei seid, stellt doch bitte auch eure Webcams ab. Macht wenigstens ein paar Tage lang mal die Backen dicht. Bitte. Jetzt. Sofort. Dichtmachen. Abschalten. Kamera zukleben. Stecker ziehen. Schnauze halten! Nur ein paar Tage Sendepause für diese augen- und ohrenvergiftende Kitsch-Offensive, ist das denn wirklich zu viel verlangt? Ich will das nicht mehr sehen. Nicht mehr hören. Macht das weg. Ich interessiere mich nicht für eure armselige opportunistische Lockdown-Selbstdarstellungs-Sülze, für eure Wohnzimmer, eure quakenden Kinder und eure Katzen. Ich will nicht wissen, wie ihr diese crazy Krise mit Makramee, Putzen, Yoga oder Minigolf im hauseigenen Keller übersteht. Hört bitte auf, in die Kameras zu heulen, mit den Händen Herzchen zu machen und euch bei sonst wem zu bedanken. Ihr macht jeden Mist mit, ihr seid ganz genau so wie die grauenhaften Emo-Werbespots, die PENNY und die Telekom über euch drehen. Oma, Opa, dein Boss, deine Mutter und deine Gören – alle im Videochat vereint, so tapfer und so süß! Hilfe!


Papi, schenk mir einen Computer! Hilfe für die ganze Familie!
Liebling, nimm die Rüstungsspirale! Tanz den Gummitwist!
(Der Plan, „Gummitwist“)


Natürlich sind die Leute trotzdem draußen, spätestens seitdem auch die Sonne draußen ist. Gut, es sind ein paar weniger als üblich und einige tragen jetzt Mundschutz. Selbst in Berlin hat sich wohl etwa ein Viertel der Menschen durch das mediale Dauergeschisse ausreichend Angst einjagen lassen. Außerdem sind die Kneipen zu, das hat schon eine gewisse verkehrsberuhigende Wirkung. Der Rest macht aber einfach weiter wie bisher, flitzt durch die Gegend und lässt sich den Frühling auf den Bauch scheinen. Überhaupt, die Sonne – wenn die mal explodiert, haben wir aber wirklich ein Problem. Jetzt habe ich doch glatt „wir“ gesagt. Hilfe!

Dancing with myself (Corona-Clickbait)

  • Shutdown, Lockdown, Ausgangssperre: Was Sie jetzt wissen müssen
  • Mumien, Monstren, Mutationen: Was Sie jetzt nicht wissen wollen
  • Die 10 beliebtesten Arten, in Panik zu geraten
  • Die 10 beliebtesten Arten, über Leute zu lachen, die in Panik geraten
  • Die 25 geschlossensten Sushi-Bars Berlins
  • Die 35 populärsten Verschwörungstheorien
  • 50 Neue Methoden, sich den Arsch abzuwischen
  • 100 italienische Volkslieder, die Sie auf Ihrem Balkon singen können
  • 100 John-Lennon-Songs, die Sie in Ihrem Keller singen können
  • Die schönsten Christian-Drosten-Perücken auf Amazon
  • Die preiswertesten Christian-Drosten-Perücken bei NETTO
  • Tausend irre Gründe, warum Merkel jetzt zurücktreten muss
  • Quarantäne-Sex im Home Office: Willige Luder atmen durch die Maske
  • Soziale Distanz: Meike Lobo packt aus
  • Von Tom Hanks bis Xavier Naidoo: Wie Promis durch die Krise kommen
  • Germany’s Next Top Prepper: Die lustigsten Casting-Clips
  • Die fünf Millionen süßesten Pinguin-Videos auf Bento
  • Die rührendsten Geschichten aus Don Alphonsos Verwandtschaft – inklusive „Wie Opa über die Alpen kam“, Tante Carlas historische Tortenrezepte und alles über den Hungerwinter 1946!
  • Die Lage am Morgen
  • Die Lage am Mittag
  • Die Lage am Abend

Die schweigende Mehrheit schweigt für mich

Ich höre die Stimme aus dem Radio. Sie spricht über laute Ränder und die schweigende Mehrheit. Letztere müsse bitte aufhören zu schweigen, so die Stimme, auf dass die lauten Ränder endlich übertönt werden. Denn sie, die Mehrheit, wisse doch ganz genau, dass wir mehr für den Klimaschutz und für die Flüchtlinge tun müssen, das sei doch klar. Seltsam, denke ich, da setzt jemand offenbar wie selbstverständlich Schweigen mit der Zustimmung zu den eigenen Positionen gleich. In meiner Wahrnehmung interessiert sich die „Mehrheit“ ja zu allererst immer für das eher private Wohlergehen, Sicherheit, Gartenzaun, Kontostand usw. … Und schweigen tut sie weit weniger, als es mir lieb ist. Sich eine andere, alternative Mehrheit zu imaginieren, die geschlossen hinter einem steht, offenbart doch ein beachtliches Maß an Selbstüberhöhung. Dass es genauso gut auch umgekehrt sein könnte, dass man selbst also wohlmöglich einen lauten Rand repräsentiert, dem nur ausreichend Mikrophone zur Verfügung stehen, kommt in dieser seltsamen Sicht der Dinge nicht vor. Wie sollte es auch? How dare you! Das Radioprogramm ist beendet und ich höre nun die Stimme der Moderatorin: „Vielen Dank für dieses Gespräch, Frau Rackete.“

What the Fakt?

Hat sich jemand da draußen Sorgen um Claas Relotius gemacht? Vielleicht mal ab und zu seinen Namen gegoogelt, um sicher zu gehen, dass er noch nicht aus dem Fenster gehüpft ist? Keine Sorge, Relotius heißt nicht Hingst, der ist psychisch stabil und schreibt wahrscheinlich gerade irgendwo an seinen Memoiren. Und zwischendurch geht er juristisch gegen seinen ehemaligen Kollegen Juan Moreno vor, wegen angeblicher Falschaussagen in dessen Buch „Tausend Zeilen Lüge“. Der selbe Journalist, der ihn beim Lügen erwischte, wird also nun wiederum von ihm beim Lügen erwischt. Das ist so schön, dass konnte ich nicht ganz unerwähnt lassen. SPIEGEL – the gift that keeps on giving. Nächste wahrscheinliche Eskalationsstufen: Moreno verklagt Relotius wegen Rufschädigung, Relotius verklagt Moreno wegen Mobbing, Moreno verklagt sich selbst, Relotius zieht vors Bundesverfassungsgericht, Moreno zieht ins Kloster, Relotius erhält schließlich den Felix-Krull-Preis in Alu für sein Lebenswerk und die Kanzlerin tippt „Fake News“ in die Suchmaschine.

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