Nein, ich möchte Ihre Vagina jetzt nicht sehen!

Auf dem evangelischen Kirchentag gab es einen Vulven-Mal-Workshop, der für reichlich Wirbel bzw. Spott sorgte. Den christlichen Malerinnen wurde sozusagen die Scham geshamet. Ulf Poschardt findet das nicht gut, also das Geshame, denn das begleitende Zitat „Zur Freiheit hat uns Christus befreit“ sei doch ein wunderbarer Satz. Poschardt mag eigentlich alles, in dem das Wort „Freiheit“ vorkommt, vielleicht findet er aber auch einfach nur Vaginas wunderbar, oder Christus, das sei ihm gegönnt. Muschis für Jesus! Auch ich bin ein Freund der Freiheit, aber die eigenen Geschlechtsteile kann man ruhig mal für sich behalten. Mit anderen Worten: Nein, ich möchte Ihre Vagina jetzt nicht sehen, Schwester, weder live noch gemalt, lassen Sie’s mal gut sein. Zeitgleich werde ich medial auch immer öfter mit weiblichen Ausscheidungen konfrontiert, denn, so hört man, Tampons seien viel zu hoch besteuert, die Menstruation ist schließlich kein Luxus. Vielleicht habe ich ja etwas verpasst. Gab es in letzter Zeit eine Art Gender-Untenrum-Gap, also ein Überangebot an öffentlicher Penis-Kunst oder aggressive Forderungen nach billigeren Kondomen? Verhütung ist nämlich auch kein Luxus, ohne macht es deutlich mehr Spaß, glauben Sie mir. Ist die aktuelle Vulven-Attacke also nur eine fällige Ausgleichsmaßnahme in Sinne der Geschlechter-Gerechtigkeit? Falls ja, dann wären ja jetzt wieder die Herren am Zuge. Mein Vorschlag: „Er ist auferstanden“ – der Penis-Workshop für erigierte Christen.

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