Katarina Barleys Zähne sind schief (Vermischtes)

Ich sitze im Obergeschoß eines wackligen Doppeldeckerbusses, der kurz vor dem U-Bahnhof Turmstraße zum Stehen kommt. Unten tobt all das, wovor Boris Palmer Angst hat, hier oben aber habe ich mal wieder nur eines vor der Nase: Katarina Barley. Da hängt sie schon wieder, an einer Laterne festgetackert. Huhu! Hallo! Europa! Grins-Grins-Grins! Man entkommt diesem aufgekratzt fröhlichen Gesicht ja derzeit nirgendwo. Komisch, dass es mir jetzt erst auffällt, aber ihre Zähne sind irgendwie schief. Es tut mir leid, dass ich das hier erwähnen muss, aber so ist es nun einmal. It is what it is, isn’t it? Frau Barley ist bekanntermaßen halbe Britin, daher hat sie natürlich auch ein Anrecht auf mindestens halbschiefe Zähne. Dennoch: wer wie sie wahlkampftechnisch kaum mehr zu bieten hat als eine dauergrinsende Kauleiste, könnte sich die selbige eigentlich auch mal gerade richten lassen – denke ich so vor mich hin, während der Bus wieder losfährt. Schließlich leben wir im Zeitalter von exakt zurecht gemeißelten Hollywood-Gebissen. Von Heidi Klum lernen, heißt siegen lernen!

Stop

Abbildung: Wie ich Wahlkampf mache.


Gesiegt hat Germany beim beim diesjährigen Eurovision Song Contest mal wieder nicht, gelernt haben wir aber trotzdem was: Island gehört nicht mehr zu Europa, Australien aber schon. Und was hatte Madonna da verloren? Sie hat für ihre nächste Tournee geprobt. Ansonsten sehe ich es als meine Pflicht als Europäer an, meinem Publikum noch wenigstens eine Kurzkritik der denkwürdigsten Sanges-Kandidaten nachzuliefern. Fangen wir mit Deutschland an. Zwei Mädchen, die sich gegenseitig energisch „Sister!“ entgegen brüllten … Vielleicht wäre „Meine Schwester heißt Polyester“ ja besser angekommen. San Marino: ein schunkelnder Herrenfriseur, großartig. Frankreich: Regenbogen & Equality ganz dick auf die Bühne geschmiert, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber lustig war die übergewichtige Ballerina schon. Slowenien: zwei sedierte Mormonen im Chill-out-Beat. Norwegen? Humpa, Humpa, trallala! Mazedonien: das hässlichste Kleid, das ich jemals gesehen habe. Ich musste mir die Augen waschen, Hilfe! Die arme Frau. Italien: der hätte gewinnen sollen. Hat er aber nicht. Niederlande: der hat gewonnen. Sieht aus wie einer dieser Jungs aus der Bier- oder Parship-Werbung. Österreich: das Duo „Heinzi und die Oligarchin“ konnte sich leider nicht für’s Finale qualifizieren.

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