“Tell them no. And to stop calling.”

Gute Geschichten sind der wertvollste Rohstoff unserer nimmersatten Unterhaltungsindustrie, ob original, adaptiert, geklaut oder sonst wie verwurstet. Wer die eigenen Geschichten beschützen will, der muss sich gut verstecken. Eine Kleinstadt in New Hampshire eignet sich dafür nur unzureichend, denn auch dort werden sie einen finden, bedrängen und mit ihren Geldkoffern wedeln. Natürlich hatte sich J. D. Salinger stets gegen eine Verfilmung von „Der Fänger im Roggen“ gewehrt. Und da er das auch noch aus dem Grab heraus tat, haben sie dann irgendwann, anstatt die Geschichte selbst zu verfilmen, die Entstehungsgeschichte der Geschichte verfilmt. Sie haben es jedenfalls versucht. Falls Sie noch nie etwas von diesem Film gehört haben, dann liegt das vielleicht auch an Kevin Spacey. Das kann man als höhere Ironie, Karma oder posthume Rache bezeichnen – Salinger, der große alte Bigfoot der Literaturgeschichte, hat immer noch die Nase vorn. Heute wäre er einhundert Jahre alt geworden.

salinger

Liebe Leser, zum neuen Jahr wünsche Ihnen … blablabla … das übliche halt. Es ist doch immer das selbe Gesabbel über schlimme Zeiten, gute Vorsätze, die Gesundheit und den Weltfrieden. Sie sind immer noch am Leben, das ist doch schon mal was. In spätestens 50 Jahren aber werden die meisten von Ihnen tot sein, so viel steht fest. Frohes Neues!

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