Fußnoten und Wurstsalat

Was ich bis jetzt in meiner eigenen kleinen Twitterblase schon gelernt habe: Es gibt ein unerschöpfliches Arsenal an flachen Witzchen und Wortspielen, die Herren Erdogan, Böhmermann und Kavanaugh sind nicht ganz unumstritten, Michael Avenatti schläft nie, Don Alphonso erzählt auch hier gerne dieselbe Geschichte in unendlich vielen Varianten („In Bayern ist die Welt noch in Ordnung und bitte schauen Sie sich jetzt mal dieses Foto von einem Fahrrad an!“) und Menschen, die sich über Rundfunkgebühren aufregen, twittern gleichzeitig über alles, was um 20.15 Uhr in der ARD läuft. Außerdem sah ich gerade die eindrucksvolle Nahaufnahme eines Wurstsalates. Aber auch das: drei humorvolle US-Akademiker haben – sozusagen aus Notwehr heraus – einen Haufen sozialwissenschaftlicher Nonsens-Aufsätze verfasst und diese an entsprechende Fachmagazine verschickt. Veröffentlich wurden davon unter anderem eine feministische Interpretation von Hitlers „Mein Kampf“ und etwas über Rape Culture unter Hunden beim Gassi gehen in Portland. Oder so ähnlich. Ach, lesen Sie es doch selbst! Ich denke nun darüber nach, am sozialwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Uni ein Paper über intersektionale Pussy Positivy queerer Wurstsalatkultur einzureichen. Alternativ-Vorschläge werden gerne angenommen. When the going gets weird, the weird turn pro.

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