Siebzehn Euro fuffzich

Heute mache ich mir ein paar bunte Gedanken zu einem eher grauen Thema. Ich bezahle seit ungefähr zwei Jahren den obligatorischen „Rundfunkbeitrag“. Mehr oder weniger regelmäßig. Ja, es war ein eher ruckeliger Start mit mir und den eintreibenden Behörden, die ersten Brocken habe ich nachträglich und nur unter Androhung von Zwangsmaßnahmen überwiesen. Ab diesem Jahr aber, so lautet mein edler Vorsatz, werde ich meine 17,50 Euro nun auch brav monatlich entrichten. Was bekomme ich dafür? Nichts. Jedenfalls nichts, worum ich gebeten habe. Drei Dutzend aufgekratzte Quiz-Sendungen, depressive Kriminalbeamte, endloses Gequassel und ein Unterhaltungsprogramm weit jenseits meiner Schmerzgrenze. Kann man machen, aber weshalb soll ich das finanzieren? Sie sehen, ich bin ein GEZ-Muffel alter Schule. Da ich aber nicht hinter Gittern weitermuffeln möchte, lüge ich mir den staatlichen Zwang nun als altruistische Maßnahme zurecht. Marietta Slomka möchte anbauen? Aber sicher. Dieter Nuhr braucht neue Winterreifen? Ich verstehe. Für das Catering der nächsten Inga-Lindström-Verfilmung fehlen noch ein paar Lachsbrötchen? Kein Problem, ich überweise gerne. Und auch die WDR-Redakteurin Elke Thommessen möchte versorgt werden. Aktuell kommt sie ihrem Bildungsauftrag nach, indem sie Serdar Somuncu verklagt. Das ist sicher recht anstrengend, kostet Zeit und Nerven (und vielleicht auch das ein oder andere Lachsbrötchen). Katsching! Herrn Somuncus Reaktion darauf ist konsequent, das muss man ihm lassen: Er wird einfach Bundesanzler. File under: Der längere Hebel.

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