Everybody hurts

Heute morgen ist Iris Radisch vor einer Baustelle der Berliner Wasserbetriebe an mir vorbei gelaufen. Sie war in eine Decke eingewickelt (das Wetter kühlt ja gerade wieder ab), mit der sie ein klein wenig aussah wie eine Obdachlose. Ist Iris Radisch obdachlos? Vielleicht war die Decke auch ein teurer Designer-Poncho, den sie später im Borchardt, im Brot & Rosen, der Berghain-Kantine, einem Kreuzberger Molekular-Italiener oder wo auch immer das Feuilleton der ZEIT sich abends so beim Wein trifft, ausführen wollte. Ja, vielleicht. Schlimm, was man sich morgens schon so für Gedanken über fremde Leute macht. Und dann hackt man die schlimmen Gedanken auch noch schamlos ins Internet, auf dass sie sich verbreiten wie der Geruch von frischen Kuhfladen. Schlimm, schlimm. Wer sich das nicht länger bieten lassen möchte, wer genug hat von übler Nachrede, kuhfladigen Shitstorms und sonstigem digitalen Proleten-Voodoo, der tröste sich mit einer Folge von Jimmy Kimmels Celebrities Read Mean Tweets. Nicht mehr ganz frisch, aber immer wieder erfrischend. Schauen Sie sich bitte alle Folgen an, es lohnt sich. Ich habe hier die Nr. 5 ausgewählt, weil das Ende so schön ist. #endegutallesgut

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