Augen zu und durch

Wohin der Mensch im öffentlichen Raum auch schaut, er schaut auf Botschaften. Überall flimmert und textet einem etwas entgegen. Heute morgen habe ich innerhalb nur weniger Minuten erfahren, was Sarah Kuttner, Phil Collins und der Ebola-Virus aktuell so treiben, dass bald eine Hochzeitsmesse eröffnet wird, wo ich mich melden soll, falls ich unter Durchfall, Rückenschmerzen oder Depressionen leide und dass das Universum mich liebt. Wäre ich ein junger Singer/Songwriter mit Hang zum Weltschmerz, würde ich in solchen Momenten zu meinem Banjo greifen und ein Lied über Informations-Overkill oder etwas in der Art schreiben. Damit würde ich dann auf Youtube dank einer glücklichen Fügung (das Universum liebt mich) zur neuesten Klick-Sensation werden, die Medien würden berichten und so aus mir eine weitere Botschaft im öffentlichen Raum machen. Es gibt kein Entrinnen.

Plakat

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